Türkei Reiseführer

Istanbul Sehenswürdigkeiten

Der Topkapi Palast zählt zu den größten Sehenswürdigkeiten in Istanbul. Er wird von zahlreichen Touristen besucht. Mit dem Bau wurde 1459 unter Sultan Mehmed II. begonnen. Der Palast diente jahrelang als Wohn- und Regierungssitz der Sultane ehe sie ab 1856 im neuen Dolmabahce Palast auf der anderen Seite des Goldenen Horns ihre Dienste verrichteten. Im Laufe der Jahre wurde der Palast vergrößert, immer mehr Gebäude kamen hinzu. Heute besteht der Palast aus vier Höfen, die durch einzelne Tore miteinander verbunden sind. Seit 1934 dient der Palast als Museum. Man kann neben den Höfen und einigen Ausstellungssälen auch das Harem besichtigen. Im ehemaligen Harem durften nur die Frauen und Schwestern des Sultans, die Schwarzen Eunuchen, die Sultansmutter und der Sultan leben. Heutzutage besonders für das Harem sind die schmuckvoll verzierten Wände. Vom vierten Hof hat man einen tollen Blick auf den Bosporus und den gegenüberliegenden asiatischen Stadtteil. Der Eintritt für den allgemeinen Teil der Höfe kostet 30 TL, für das Harem benötigt man ein gesondertes Ticket für 15 TL. Da das Gelände weitläufig ist, sollte man für einen Besuch ca. 3 Stunden einplanen.

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Die Blaue Moschee ist neben der Hagia Sophia die bekannteste Sehenswürdigkeit in Istanbul. Der korrekte Name ist Sultan-Ahmed-Moschee. Aufgrund der zahlreichen blau weißen Fliesen auf der Kuppel wird sie auch Blaue Moschee genannt. Die Moschee wurde 1609 von Sultan Ahmed I. in Auftrag gegeben und 7 Jahre später fertiggestellt. Sie hat sechs Minarette, die Hauptkuppel ist 43 m hoch. Der Gebetsraum im Inneren der Moschee ist 53 m lang und 51 m breit. Die Blaue Moschee kann kostenlos besichtigt werden. Zu Gebetszeiten ist sie für Touristen allerdings geschlossen. Man sollte auf bedeckte Kleidung achten, Frauen müssen ein Kopftuch tragen. Wer zu freizügig angezogen ist, bekommt am Eingang Tücher. Die Schuhe müssen wie in jeder anderen Moschee auch ausgezogen werden. Wer von außen einen schönen Blick auf die Blaue Moschee haben möchte, sollte die Rooftop Bar des Pierre Loti Hotels besuchen. Vor allem gegen Abend herrscht von hier perfektes Fotolicht.

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Schon im Jahr 537 wurde die Hagia Sophia durch Kaiser Justinianus geweiht und diente bis zur türkischen Eroberung 1453 als Hauptkirche Konstantinopels. Ab 1453 wurde die Hagia Sophia als Moschee genutzt bis Kemal Atatürk sie 1934 in ein Museum umwandelte. Im Inneren der Hagia Sophia erkennt man auch heute noch zahlreiche Kirchenelemente. Neben den Säulenarkaden sind noch zahlreiche Mosaiken vorhanden. Am bekanntesten ist das Mosaik von Maria und Johannes Prodromos, dem Vorläufer von Christus. Man kann sowohl den unteren Hauptraum als auch die Emporen besichtigen. Von der oberen Empore hat man durch ein kleines Fenster einen schönen Blick auf die Blaue Moschee. Für einen ausführlichen Rundgang durch die Hagia Sophia sollte man mindestens 1 Stunde einplanen. Besonders schön ist die Atmosphäre, wenn man morgens als erstes die Hagia Sophia ohne die Menschenmassen anschaut. Der Eintritt kostet 30 TL pro Person.

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Hagia Sophia

Der Dolmabahce Palast liegt am europäischen Ufer des Bosporus. Der Palast erstreckt sich 600 m entlang der Küste. Sultan Abdülmecit I. beauftragte den Bau, der von 1865 bis zum Ende des Osmanischen Reiches 1923 als Wohn- und Regierungsort der Sultane diente. Kemal Atatürk, Gründer der Türkei, nutzte den Dolmabahce Palast als Unterkunft in Istanbul. Er starb hier am 10. November 1938. Im Sterbezimmer steht die Uhr noch immer auf 9.05 Uhr, dem Todeszeitpunkt. Das Innere des Palasts kann nur im Rahmen einer Führung angeschaut werden. Es gibt zwei unterschiedliche Führungen, für die man gesonderte Tickets benötigt. Die Selamlik Führung dauert ca. 35 Minuten und führt durch den öffentlichen Teil des Gebäudes. Man sieht prunkvolle Säle, riesige Kronleuchter und prachtvolle Einrichtungsgegenstände. Besonders beeindruckend sind das goldene Treppenhaus und der große Empfangssaal. Die Tour ist empfehlenswert, auch wenn man in einer Massenabfertigung sehr schnell durchgeführt wird. Die zweite Führung führt durch das Harem und dauert ca. 25 Minuten. Diese Führung ist nicht unbedingt zu empfehlen. Hier sieht man zahlreiche kleine Räume, die mit alten Betten und Stühlen ausgestattet sind. Das Interessanteste innerhalb der Harem Führung ist das Sterbezimmer von Kemal Atatürk, weshalb zahlreiche Einheimische diese Tour machen. Leider darf man bei beiden Führungen nicht fotografieren. Wer den Dolmabahce Palast besichtigen möchte, sollte beachten, dass man für die Führungen bis zu 1 Stunde anstehen muss. Nach dem Besuch des Palasts kann man mit dem Boot auf die asiatische Seite von Istanbul übersetzen. Die Boote legen 300 m vom Eingang des Dolmabahce Palasts entfernt, vom Anleger Karaköy ab. Knapp 3 km nordöstlich des Dolmabahce Palasts am Ufer des Bosporus liegt unterhalb der Bosporus Brücke das Stadtviertel Ortaköy, in dem es zahlreiche Restaurants und Bars gibt. Die weiße Ortaköy Moschee liegt malerisch am Ufer. Die gigantische Bosporus Brücke verbindet hier die Kontinente Europa und Asien.

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Weitere Sehenswürdigkeiten in Istanbul

Großer Basar
Der Große Basar beherbergt über 4.000 Geschäfte und zieht damit viele Touristen und Einheimische an. Bereits im 15. Jahrhundert wurde der Große Basar angelegt. Zentrum ist die alte Tuchhhalle, die damals als Schatzkammer geplant war. Heute verkaufen in diesem ältesten Teil des Basars die Gold- und Schmuckhändler ihre Waren. Neben Tüchern, gefälschter Markenkleidung und Lampen werden Teppiche, Antiquitäten und türkische Souvenirs angeboten. Auch wer nicht beabsichtigt etwas zu kaufen, sollte durch die überdachten Gassen schlendern. Man sollte allerdings vor Taschendiebstahl aufpassen. Ein weiterer interessanter Basar ist der Ägyptische Basar, der 800 m nördlich vom Großen Basar, unmittelbar neben der Neuen Moschee, liegt. Hier gibt es hauptsächlich türkische Süßigkeiten, kulinarische Spezialitäten, Gewürze und Tee.

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Versunkener Palast
Der Versunkene Palast ist auch unter dem Namen Cisterna Basilica bekannt. Die spätantike Zisterne liegt 100 m westlich des Eingangs zur Hagia Sophia. Kaiser Justinian ließ die unterirdische Zisterne zwischen 532 und 542 als Wasserspeicher für den Großen Palast erbauen. 336 korinthische Säulen tragen das Deckengewölbe, auf dem früher eine Basilika stand. Die Zisterne hat ein Fassungsvermögen von 80.000 m³. Das Wasser kam über das Valenz Aquädukt, das man sich ebenfalls anschauen kann, aus dem Hochland westlich von Istanbul. Im hinteren Teil der Zisterne stehen die Säulen auf umgedrehten Medusenhäuptern. Es lohnt sich, den Versunkenen Palast am Vormittag, zum Beispiel direkt nach Besichtigung der Hagia Sophia, anzuschauen. Zu dieser Zeit ist hier noch deutlich weniger los. Ab Mittag kommen oftmals zahlreiche Kreuzfahrttouristen dazu.

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Süleyman Moschee
Die Süleyman Moschee ist eine der größten Moscheen in Istanbul. Sie wurde im Auftrag von Sultan Süleyman zwischen 1550 und 1557 erbaut. Die Moschee liegt auf dem dritten Hügel der Stadt. In ihren Ausmaßen ähnelt sie denen der Blauen Moschee. Die Süleyman Moschee ist vor allem von außen beeindruckend. Vom gegenüberliegenden Universitäts-Gelände hat man einen tollen Blick auf die Moschee und die Stadt. Auch von innen lohnt sie einen Besuch. Zum Moschee-Komplex gehören zahlreiche weitere Gebäude wie Mausoleen, ein Friedhof, Brunnen, Schulen und ein ehemaliges Krankenhaus. Eine weitere schöne Moschee in der Umgebung ist die Neue Mosche, auf türkisch Yeni Camii. Sie liegt 1 km östlich der Süleyman Moschee, am Südende der Galatabrücke neben dem Ägyptischen Basar. Sie wurde 1663 fertiggestellt und kann ebenfalls besichtigt werden.

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Galatabrücke
Die Galatabrücke überspannt das Goldene Horn und verbindet die Viertel Eminönü und Galata. Die heutige zweigeschossige Brücke wurde 1992 eröffnet. Im unteren Geschoss gibt es zahlreiche Restaurants und Bars. Von der Brücke hat man einen schönen Blick auf die Stadt mit ihren Moscheen. Die Galatabrücke eignet sich super für einen Rundgang von der Süleyman Moschee über die Neue Moschee bis zum Galata Turm und der Einkaufsstraße Istiklal Caddesi.

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Galataturm
Der Galataturm ist ein Teil der ursprünglichen Stadtbefestigung, der heute als Aussichtsturm genutzt wird. Der Turm ist 67 m hoch und bietet tolle Ausblicke. Der Eintritt kostet 18 TL. Wer schöne Fotos machen möchte, sollte die Aussichtsplattform am frühen Abend besuchen. Kurz vor dem Sonnenuntergang liegt der Stadtteil Sultanahmet mit der Blauen Moschee, der Hagia Sophia und dem Topkapi Palast im besten Fotolicht. Da die Aussichtsplattform sehr eng ist und man dadurch nur langsam herum gehen kann, sollte man mindestens 1 Stunde einplanen. 400 m nördlich vom Galataturm liegt die 3 km lange Einkaufsstraße Istiklal Caddesi. Diese Fußgängerzone erstreckt sich vom Tünel Platz zum Taksim Platz. Mit einer historischen S-Bahn kann man die zu Öffnungszeiten meist überfüllte Einkaufsstraße entlang fahren.

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At Meydani Hippodrom
Der ehemalige Hippodrom, auch At Meydani genannt, lag auf dem Platz vor der Blauen Moschee. Früher war der Hippodrom das sportliche und soziale Zentrum von Konstantinopel. Heute sind nur einige Überreste vorhanden. Neben einem ägyptischen und einem römischen Obelisken ist noch die Schlangensäule vorhanden. Am nördlichen Ende des Platzes steht der Deutsche Brunnen, der in Andenken an den zweiten Besuch von Kaiser Wilhelm II. 1901 errichtet wurde. Heute heißt der Platz Sultanahmet Platz und ist auch immer noch ein zentraler Treffpunkt, an dem zahlreiche Einheimische Essen und Trinken verkaufen. Der Platz ist auch die Verbindungsachse zwischen den Sehenswürdigkeiten Blaue Moschee, Hagia Sophia, Versunkener Palast und Topkapi Palast.

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Üsküdar Promenade
Üsküdar liegt im asiatischen Stadtteil von Istanbul. Von der Promenade, die sich südlich der Metro Station Üsküdar erstreckt, hat man einen schönen Blick auf den europäischen Teil. Viele Touristen und Einheimische beobachten von hier den Sonnenuntergang vor der Kulisse des Topkapi Palastes. An der Promenade gibt es einige Imbissbuden, die die Steine mit Sitzpolstern auslegen und Essen und Trinken anbieten. Vor der Promenade liegt der Kiz Kulesi, der sogenannte Mädchenturm, in dem heutzutage ein Luxus-Restaurant untergebracht ist.

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Valens Aquädukt
Das Valens Aquädukt überbrückt das Tal zwischen dem dritten und vierten Hügel der Stadt. Die Wasserleitung wurde zwischen 368 und 373 errichtet, um Wasser von außerhalb des Stadtgebietes in das Zentrum zu leiten. Das Valens Aquädukt versorgte in den späteren Jahren vor allem den Topkapi Palast mit Trinkwasser. Heute kann man es betreten. Am östlichen Ende des Aquädukts in einer kleinen Straße stellen Einheimische ihre Leitern auf, damit man hinaufklettern kann. Hierfür verlangen sie einen kleinen Betrag. Von oben hat man einen sehr schönen Blick. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte das 29 m hohe Aquädukt nicht betreten, da keine Geländer vorhanden sind. Westlich und östlich des Valens Aquäduktes liegen zwei schöne Moscheen, im Osten die Prinzenmoschee, im Westen die Fatih Moschee. Beide sind sehenswert, sollten aber nur besichtigt werden, wenn man genug Zeit hat, da sie etwas außerhalb des touristischen Zentrums liegen. Wenn man das Valens Aquädukt anschaut, sollte man aber auf jeden Fall zur unmittelbar daneben liegenden Prinzenmoschee gehen.

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Blick von der Rooftop Bar des Pierre Loti Hotels auf die Blaue Moschee

im Harem des Topkapi Palastes

Blick vom At Meydani auf die Blaue Moschee

Straßenstand in Istanbul

Eingang zum Topkapi Palast

in der Hagia Sophia

Blaue Moschee

Straßenstand in Istanbul

berühmtestes Mosaik in der Hagia Sophia

Süleyman Moschee gegenüber der Istanbul Universität

Galatabrücke über dem Goldenen Horn mit der Neuen Moschee im Hintergrund

Ortaköy Moschee mit der Bosporus Brücke

Galataturm

Dönerladen in Istanbul

Großer Basar

Großer Basar

Fatih Moschee

Prinzenmoschee am Valens Aquädukt

Blick von der Üsküdar Promenade auf den Kiz Kulesi Mädchenturm

im Harem des Topkapi Palastes

Hagia Sophia

Blaue Moschee

Blaue Moschee

Medusenhaupt im Versunkenen Palast Cisterna Basilica

Blick vom Galataturm

Blick vom Galataturm auf die Galatabrücke und den Stadtteil Sultanahmet

Blick vom Valens Aquädukt auf den Stadtteil Beyoglu mit dem Galataturm

Großer Basar

im Topkapi Palast

Fatih Moschee

Deutscher Brunnen auf dem At Meydani

im Topkapi Palast

im Harem des Topkapi Palastes

Hotelempfehlung Istanbul: Pierre Loti Hotel

aktualisiert am 27. April 2015 von Marcel