Unsere Top 6 Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Moskau

1. Nachmittag im Kreml

Der Kreml ist sicherlich das Highlight eines Moskau Besuchs. Hier liegt das Machtzentrum von Russland. Marcel und ich sind im Juli zu Besuch, dementsprechend hoch ist der Andrang an den Ticket-Schaltern. Der Ticket-Schalter liegt im Westen der Kreml-Mauern am Kutafjaturm. Wir kaufen uns ein allgemeines Ticket, mit dem wir Zugang in den Kreml haben und ein Ticket für die Besteigung des Glockenturms. Letzteres ist an eine bestimmte Zeit gebunden und kann frühestens 45 Minuten vorher gekauft werden. Wer an der Führung auf den Turm teilnehmen möchte, muss das Ticket also mit seinem allgemeinen Ticket kaufen. Im Inneren des Kremls findet kein Verkauf mehr statt. Für den Zutritt zahlen wir 500 Rubel, für die Besteigung des Glockenturms 250 Rubel. Kamera und einen kleinen Rucksack darf man mitnehmen. Im Inneren sind die Wege, die man als Tourist gehen darf gekennzeichnet, oft weisen Zebrastreifen den Weg. Hält man sich nicht dran, wird man direkt vom Sicherheitspersonal angepfiffen. Im Laufe des Nachmittages hören wir zahlreiche Pfeifkonzerte, vor allem für unsere Freunde aus China und Japan. Wir besteigen als erstes im Rahmen einer kleinen Führung den Glockenturm. Die Informationen des Audio Guides sind uns zu ausführlich, vielmehr genießen wir den Blick hinab auf den Kathedralenplatz mit ihren Kirchen. Wer schöne Fotos machen möchte, sollte vor 14 Uhr an der Führung teilnehmen, da man zu dieser Zeit noch kein Gegenlicht hat. Nach der Führung besichtigen wir den Kathedralenplatz, das Highlight für Kreml-Touristen. Es bietet sich ein Fotomotiv nach dem anderen. Die goldenen Kuppeln der Kirchen strahlen im Sonnenlicht. Neben den Kirchen kann man die Zarenkanone und die Zarenglocke, die größte Glocke der Welt, sehen. Einige Gebäude können nur von außen angeschaut werden, so das Arsenal, die Residenz des russischen Präsidenten und der Große Kreml-Palast. Nervend sind nur leider die zahlreichen asiatischen Reisegruppen, von allen Seiten höre ich ichi, ni, san. Ein Foto und weiter geht’s hinter der Reiseleitung mit Fahne her. Nachdem wir in 4 Stunden den Kathedralenplatz in jegliche Richtungen zig Mal überquert und jede Kirche 30 Mal fotografiert haben, machen wir uns auf den Weg Richtung Ausgang. Die Besichtigung der Staatlichen Rüstkammer, in der Waffen, Rüstungen, Gewänder, Juwelen und Edelsteine ausgestellt sind, schenken wir uns. Auch hierfür benötigt man ein extra Ticket, das man ebenfalls am Ticketschalter am Kutafjaturm erhält (700 Rubel, zeitgebundener Eintritt). Für uns kaum zu verstehen, ist hier die längste Schlange. Marcel und ich genießen den Nachmittag im Kreml, für uns das Highlight und die größte Sehenswürdigkeit in Moskau.

Großer Kreml-Palast

Blick vom Glockenturm auf Kathedralenplatz im Kreml

Glockenturm im Kreml

2. früh morgens vor dem Massentourismus auf den Roten Platz

Um den ganzen Menschenmassen und vor allem dem asiatischen Massentourismus zu entgehen, machen wir uns früh morgens auf den Weg zum Roten Platz. Sonntag morgen um 7.30 Uhr sind noch kaum Menschen auf dem riesigen Platz, wir haben ihn fast für uns alleine. Ein paar Einheimische hetzen über den Platz, ein weiteres Touristen-Pärchen macht Fotos, die Säuberungsmaschine dreht ihre Runden. Erst ohne die ganzen Menschen erstrahlt der Platz in seiner Größe, umgeben von zahlreichen beeindruckenden Gebäuden. Links der Kreml, davor das Lenin Mausoleum, vor uns das Historische Museum neben dem Auferstehungstor und der Kasaner Kathedrale, rechts das riesige Kaufhaus GUM, hinter uns die Basilius Kathedrale. Wir wissen gar nicht, wo wir hinschauen sollen. Gegen 9.00 Uhr ist der Platz voller Menschen. Wer also den Besuch des Roten Platzes in Ruhe genießen möchte, sollte früh morgens kommen. Um 9.30 Uhr stellen wir uns noch für die Besichtigung des Lenin Mausoleums an und müssen hier in der Schlange um unseren Platz kämpfen. Die bereits mehrfach erwähnten Japaner und Chinesen machen es uns nicht leicht. Das Lenin Mausoleum kann bis auf freitags jeden Tag von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr besichtigt werden. Im Inneren ist Fotografieren strengstens verboten.

Basilius Kathedrale am Roten Platz

Historisches Museum am Roten Platz

Auferstehungstor am Roten Platz

3. Sonnenuntergang an der Christus Erlöser Kathedrale

Ein wunderschönes abendliches Panorama eröffnet sich Marcel und mir von der Dachterrasse der Strelka Bar am Moskwa Ufer. Die Bar liegt an der Patriarshiy Brücke gegenüber der Christus Erlöser Kathedrale. Die untergehende Sonne erleuchtet die 1997 nach alten Plänen wieder errichtete Kathedrale in bezaubernden Farben. Wir genießen unsere Cocktails und machen uns nach Sonnenuntergang auf den Weg Richtung Brücke, von der wir tolle Fotos von der Kathedrale und dem Kreml von Weitem machen können. Tagsüber kann die Kathedrale, deren Vorgängerbau Stalin 1931 sprengen ließ, auch im Inneren besichtigt werden.

Christus Erlöser Kathedrale

Christus Erlöser Kathedrale und Patriarshiy Brücke nach Sonnenuntergang

Christus Erlöser Kathedrale

4. Ausgehen im Viertel Samoskworetsche

Im Viertel Samoskworetsche gibt es zahlreiche Restaurants und Bars, die einen abendlichen Besuch lohnen. Viele Restaurants liegen in der Fußgängerzone Klimentowskiy. Nächstgelegene Metro-Stationen sind Novokuzneckaja und Tretjakovskaja. Vor allem der Burger in der Bar BQ Café und der Nachtisch in der Villa Pasta sind super empfehlenswert. Bei gutem Wetter im Sommer gibt es Tische im Freien, Live-Musik inklusive. Hier kann man sich von einem anstrengenden Sightseeing Tag bei leckerem Essen und Trinken erholen. Marcel und ich genießen hier 2 Abende die entspannte Atmosphäre. Wer vor Ort ist, sollte sich unbedingt das Innere der schon von außen toll aussehenden Kirche des Heiligen Clemens anschauen. Die Kirche liegt unmittelbar in der Fußgängerzone und ist innen mit viel Gold verziert.

Kirche des Heiligen Clemens in Samoskworetschje

Kirche des Heiligen Clemens in Samoskworetschje

Restaurant in Samoskworetschje

5. Skyline der Moskwa City

Moskwa City ist ein mit zahlreichen Wolkenkratzern neu erschlossenes Gebiet am westlichen Rand des Zentrums. Seit 1997 werden hier Büro- und Hotelgebäude errichtet. Vom südlichen Ufer der Moskwa hat man einen tollen Blick auf die Skyline. Die modernen Wolkenkratzer bilden einen starken Kontrast zu den historischen Bauten im Kern Moskaus und werden daher entweder geliebt oder gehasst. Wir genießen den Blick auf die Skyline mit ihrer interessanten Architektur. Zwischen den Hochhäusern wurde das große Shoppingcenter AFI Mall errichtet, in dem uns die Orientierung ziemlich schwer fällt. Vorteil hat, der kyrillisch lesen kann. Im Federation Tower liegt eine öffentlich zugängliche Aussichtsplattform. Der Eintritt kostet 700 Rubel. Wir waren nicht auf der Aussichtsplattform, da uns der Blick auf die gesamte Skyline mehr beeindruckt hat.

Evolution Tower in Moskwa City

Moskwa City Skyline

Gorod Stoliz Komplex in Moskwa City

6. Metro fahren

Die Metro in Moskau ist für Touristen nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern eine Sehenswürdigkeit. Wer nicht Metro fährt, lernt Moskau nicht richtig kennen. Als Tourist kauft man sich am besten Tickets für Einzelfahrten, die in jeder Station erhältlich sind. Eine Fahrt kostet 50 Rubel, egal wie weit man fährt. Marcel und ich besorgen uns einen Metroplan, auf dem die Stationen sowohl in englisch als auch in russisch vermerkt sind. In den Metrostationen in Moskau sind leider alle Schilder nur in kyrillisch, sodass man Zeichen vergleichen muss, um in die richtige Bahn einzusteigen. Aber das Abenteuer einer Metrofahrt beginnt schon an den Rolltreppen, die bis zu 80 m in die Tiefe führen. Dann betritt man unterirdische Paläste aus Marmor und Granit, geschmückt mit Kronleuchtern und Statuen. Das Metrosystem wurde ab 1931 erbaut. Die Stationen sollten Propaganda-Zwecken dienen und Paläste für das Volk sein. Die Menschen sollten in der Metro das Modell von einem zukünftig besseren Leben sehen. Besonders schöne Stationen sind Majakovskaja, Belorusskaja, Kropotkinskaja, Arbatskaja und Kiievskaja. Aber sollte man es nicht schaffen, genau diese Stationen zu besuchen, fast alle sind prunkvoll.

Metro Station in Moskau

Metro Station in Moskau

Metro Station in Moskau

Karte & Links

Kreml

Roter Platz

Christus Erlöser Kathedrale

Samoskworetsche

Moskwa City

Metro fahren

Noch mehr Bilder und Informationen zu Moskau und Russland findest du in unserem Russland Reiseführer

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aktualisiert am 2. Januar 2017 von Wibke Melanie