unsere Top 5 Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Sankt Petersburg

in den weißen Nächten kurz vor Mitternacht auf den Platz vor der Eremitage

Das Eremitage ist eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Uns fasziniert es vor allem von außen, die Ausstellungen im Inneren besuchen wir nicht. Wir sind zur Zeit der Weißen Nächte in Sankt Petersburg und machen uns natürlich um Mitternacht auf den Weg Richtung Palace Square. Von hier hat man den schönsten Blick auf den beeindruckenden Palast. Während der Weißen Nächte geht die Sonne nur für kurze Zeit unter, daher erstrahlt das Eremitage um Mitternacht in einzigartigem Licht. Auf dem riesigen Platz genießen wir die Ruhe, ein junges Mädchen spielt Geige. Um diese Uhrzeit kann man auf dem Platz das Eremitage und das gegenüberliegende Generalstabsgebäude erst richtig auf sich wirken lassen. Tagsüber wuseln hier tausende von Menschen.

Winterpalast der Eremitage kurz vor Mitternacht

Winterpalast der Eremitage kurz vor Mitternacht

Generalstabsgebäude gegenüber vom Winterpalast am späten Abend

Aussichtsplattform auf der Isaakskathedrale

Um einen Überblick von oben zu bekommen, besichtigen Marcel und ich die Aussichtsplattform der Isaakskathedrale. Von hier hat man einen tollen Blick auf das Zentrum von Sankt Petersburg. Man sieht alle großen Sehenswürdigkeiten, das Eremitage, die Peter-und-Paul-Festung und den Newskij Prospekt. Der Eintritt kostet 150 Rubel pro Person, es gibt keinen Fahrstuhl. Auch das Innere der Isaakskathedrale ist sehenswert. Hierfür benötigt man für 250 Rubel ein extra Ticket.

Blick von der Aussichtsplattform der Isaakskathedrale auf die Admiralität und die Peter-und-Paul-Festung

Kuppel mit Aussichtsplattform der Isaakskathedrale

im Inneren der Isaakskathedrale

mit Vorortzug zum Peterhof

Der Peterhof zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Sankt Petersburg. Der Peterhof liegt 40 km westlich des Zentrums. Daher reisen fast alle Touristen mit einem Touristenbus oder einem Boot an. Marcel und ich wollen die etwas spannendere und vor allem günstigere Variante und starten vom Bahnhof Baltiyskiy mit einem Vorortzug. An einem Ticketautomaten kaufen wir die Fahrkarten, die erstaunliche 50 Rubel kosten. Der Versuch das Ticket am Schalter zu kaufen scheitert an der Verständigung, russisch können wir nicht, mit englisch kann die Ticketverkäuferin nicht dienen. Der Zug ist einfach, er klappert, die Sitzbänke sind nicht komfortabel. Die Fahrt zum Bahnhof Novyy Petergof dauert knapp 45 Minuten, wir vergleichen die kyrillischen Schriftzeichen, um zu schauen, ob wir richtig sind. Erstaunlicherweise steigen nur eine handvoll weitere Touristen am Bahnhof aus. Auch bei der Buswahl scheitern wir an der Verständigung. Wir folgen einfach einem russischen Pärchen, das auch so ausschaut als wolle es zum Peterhof. Wir sprechen ihn an, laut ihm sind wir richtig. Als der Busfahrer sich allerdings mit dem Pärchen unterhält und die beiden aussteigen, zweifeln wir, dass wir richtig sind. Also auch raus mit uns. Unauffällig folgen wir den beiden und stehen 20 Minuten später vor dem Peterhof, einem wunderschönen Schloß. Und hier ballen sich die tausenden Touristen, die nicht das Erlebnis hatten mit dem Vorortzug hier hinzufahren. Wir kaufen für 700 Rubel pro Person Tickets für den Lower Garden, in dem wir uns fast 3 Stunden aufhalten. Hier gibt es einige kleine Tempel und Gebäude zu sehen. Das Besondere am Lower Garden ist der Blick auf die Rückseite des Schloßes, auf der zahlreiche Wasserfontänen und goldene Figuren das Bild komplettieren. Die Innenräume des Peterhofs besichtigen wir nicht, hierfür benötigt man ein weiteres Ticket. Zurück geht es für uns wieder mit dem Bus zum Bahnhof Novyy Petergof und dann mit dem Vorortzug nach Baltiyskiy nach Sankt Peterhof. Das war auf jeden Fall ein gelungener Ausflug, den wir jedem auf diese Weise empfehlen können.

Bahnhof in der Nähe des Peterhof - bei uns leider mit Regen

Schloss Peterhof

Bahnhof mit Vorortzug in Sankt Petersburg

bei Tag und Nacht vor der Auferstehungskirche

Auch die Auferstehungskirche zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Sankt Petersburg. Die Kirche liegt inmitten des Zentrums. Wir besuchen die Kirche das erste Mal am Nachmittag gegen 15.30 Uhr. Im Sonnenlicht erstrahlen die bunten Kuppeln. Reisebusse warten an der Straße, Gruppen stehen am Eingang Schlange, Händler verkaufen auf einem Straßenmarkt selbstgezeichnete Bilder, Matrjoschkas, Postkarten und weitere Souvenirartikel. Der Platz um die Kirche ist voller Menschen, dennoch beeindruckt uns die interessante Architektur. Gegen 22.45 Uhr kommen wir wieder. Nun ist das Gebiet um die Auferstehungskirche wie ausgewechselt. Kein Reisebus, kaum Menschen an der Kirche, die letzten Händler schließen gerade ihr Stände. Mit 2 Cocktail-to-go, die wir auf dem Weg an einer kleinen Bar direkt vom Bürgersteig ergattern konnten, genießen wir den Lichtwechsel an der Kirche. Wegen der Weißen Nächte taucht die Auferstehungskirche nur sehr langsam in dunkles Licht. Wir sind begeistert von der unterschiedlichen Atmosphäre, die hier tagsüber und spät abends herrscht. Wer also die Chance hat, sollte nicht nur 1 Mal die Kirche besuchen.

Auferstehungskirche bei Tag

Wibke mit Cocktails an der Auferstehungskirche

Auferstehungskirche zu Mitternacht in den Weißen Nächten

vor den Menschenmassen zum Katharinenpalast

Last but noch least fehlt uns der Besuch des Katharinenpalastes, in dem wir uns das bekannte (nachgebaute) Bernsteinzimmer anschauen wollen. Von 12.00 bis 19.00 Uhr soll es geöffnet haben. Daher machen wir uns um 12.00 Uhr auf den Weg Richtung Katharinenpalast. Vom Bahnhof Vitebsky geht es wieder mit einem Vorortzug aus dem Zentrum heraus, 25 Minuten. Dann finden wir wieder mit viel Glück den richtigen Bus, der uns zum Eingang des Katharinenpalastes bringt. Mittlerweile ist es 13.00 Uhr und die Schlange am Ticketschalter sehr lang. Hier ergattern wir erst mal ein Ticket für den Garten, das 120 Rubel kostet. Wir werden drauf hingewiesen, dass wir die Tickets für die Führung durch den Palast im Inneren erhalten. Als wir den Garten betreten trauen wir unseren Augen nicht. 2 mega lange Warteschlangen blockieren den kompletten Bereich vor dem Schloß. 3 Stunden Wartezeit für die lange Führung durch den Katharinenpalast, 2½ Stunden Wartezeit für die kurze Führung. Sofort sind wir uns einig, das tun wir uns nicht an. Mit Regenschirm als Sonnenschutz warten asiatische Reisegruppen, Kinder nörgeln, andere ruhen sich auf den Bänken aus und tauschen immer mal wieder aus wer stehen muss. Die ersten in der Warteschlange sagen uns, dass sie seit 11.00 Uhr warten. Leider können wir von der Vorderseite des Katharinenpalstes nicht mal ein schönes Foto machen, da die Schlange an wartenden Touristen das Motiv zerstört. Ohne die vielen Menschen muss der Ort wunderschön sein. Auch die Innenräume müssen sehr prachtvoll sein. Wir haben es diese Mal leider ein wenig verplant, shit happens. Also nur als Tip: Im Sommer früh kommen, um den Menschenmassen zu entgehen und die Möglichkeit zu haben, die Innenräume einschließlich des Bernsteinzimmers zu besichtigen.

Vorortzug am Bahnhof in der Nähe des Katharinenpalastes

Katharinenpalast mit Warteschlange

Katharinenpalast von hinten

Karte & Links

Peterhof

Eremitage

Katharinenpalast

Isaaks Kathedrale

Auferstehungskirche

Noch mehr Bilder und Informationen zu Sankt Petersburg und Russland findest du in unserem Russland Reiseführer

Unsere Top 6 Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten über Moskau findest du in unserem Moskau Reisebericht

aktualisiert am 8. Januar 2017 von Wibke Melanie