Nordjordanien Reiseführer: Sehenswürdigkeiten & Highlights

Nordjordanien Sehenswürdigkeiten

Die Ausgrabungsstätte von Jerash, das alte Gerasa, liegt 40 km nördlich von Amman und ist nach Petra das wichtigste historische Baudenkmal von Jordanien. Gerasa war einst eine blühende Metropole, eine römische Provinzstadt, das Pompeji des Ostens. Im 2. Jahrhundert n. Chr. erlebte Gerasa seine Blütezeit. Die Stadt war ein wichtiger Stützpunkt auf der Weihrauchstraße nach Damaskus in Syrien. Bis ins 3. Jahrhundert wurden zahlreiche Tempel und Thermen erbaut. Als Mitte des 4. Jahrhunderts das Christentum Einzug fand, entstanden viele Kirchenbauten. Aber auch nach der islamischen Eroberung im Jahre 635 blieb Gerasa weiterhin ein bedeutender Handelsplatz. Erst das schwere Erdbeben 747 vertrieb die Bewohner, sodass die Stadt nach und nach verfiel. Erst um 1800 wurde die bedeutende Stätte wiederentdeckt. Heute kann man das 2 km lange und 1 km breite Gelände erkunden. Die Tickets erhält man hinter dem Parkplatz, der Eingang liegt 600 m nördlich vom Ticketschalter, hinter dem Hippodrom. Der Eintritt kostet 8 JD pro Person. Bereits hinter dem Ticketschalter liegt eines der best erhaltenen Gebäude, der Hadriansbogen. Auf dem Weg zum Eingang liegt links der ehemalige Hippodrom. Hinter dem Eingang befindet sich das ovale Forum, ein von Säulen umrahmter ovaler Platz, der damals zwei Straßenachsen zusammenbrachte. Vom Ovalen Forum führt der Cardo, die Nord-Süd Verbindung zu weiteren beeindruckenden Ruinen. Der Cardo ist von mehr als 250 gut erhaltenen Säulen gesäumt. Entlang des Cardos liegen die Ruinen des Macellum, einer Kathedrale, die Thermen und das Nordtetrapylon. Bedeutendstes Bauwerk ist der Artemis-Tempel, der auf der höchsten Erhebung thront. Nördlich des Artemis-Tempels sollte man noch das Nordtheater besuchen und sich dann über den Cardo wieder auf den Rückweg machen. Zu guter letzt kann man sich noch das Südtheater anschauen, von deren obersten Rang man einen wunderschönen Blick über die gesamte Ausgrabungsstätte hat. Für den Besuch von Gerasa sollte man festes Schuhwerk tragen und ca. 4 Stunden einplanen. Wer nach der Besichtigung hungrig ist, kann im Jordanian House Restaurant leckere einheimische Gerichte essen. Besonders gut ist die selbst gemachte Minz-Lemonade.

Unsere Bewertung:

Madaba liegt 35 km südwestlich von Amman und ist auch als Stadt der Mosaiken bekannt. Die Palästinakarte in der St. Georgskirche zählt zu den kostbarsten Kulturschätzen Jordaniens und ist die bekannteste Sehenswürdigkeit in Madaba. Das berühmte Mosaik aus dem 6. Jahrhundert bedeckte einst den Boden einer byzantinischen Kirche, auf deren Grundmauern 1895 die heutige St. Georgskirche erbaut wurde. Die Mosaikkarte war 16 x 6 m groß und bestand ursprünglich aus über 2,3 Millionen Steinchen. Heute ist nur noch ein kleiner Teil erhalten. Auf der Karte erkennt man das Heilige Land von Unterägypten über das Mittelmeer bis nach Jordanien. Im Mittelpunkt steht die Stadt Jerusalem. Wahrscheinlich diente sie den Pilgern als geografische Information. Der Eintritt in die St. Georgskirche kostet 2 JD. Weitere bekannte Mosaiken findet man in der Apostelkirche, im Mosaiken-Museum und im Archäologischen Park. Im Visitor Center erhält man eine Karte, in der alle Sehenswürdigkeiten eingezeichnet sind. Mit dieser Karte kann man einen super Rundgang durch die Stadt zu allen bekannten Mosaiken machen. Die kleinen Straßen von Madaba sind sehr schön, immer wieder reihen sich kleine Läden aneinander.

Unsere Bewertung:

Ajlun liegt 30 km nordwestlich von Jerash inmitten einer grünen Hügellandschaft. 5 km von Ajlun entfernt befindet sich Qalaat ar-Rabad, Jordaniens einzige mittelalterliche Burg. Die Burg entstand 1184 zum Schutz der Mekkapilger und ist heute noch sehr gut erhalten. Von der Burg hat man eine herrliche Aussicht auf Ajlun und die Umgebung. Der Eintritt zur Burg kostet 1 JD pro Person.

Unsere Bewertung:

Das Tote Meer liegt 416 m unter dem Meeresspiegel und ist damit der tiefste begehbare Ort der Welt. Mittendurch verläuft die Grenze zu Israel. Das Tote Meer hat im Schnitt einen Salzgehalt von über 31%, was dazu führt, dass man beim Baden nicht untergeht. Wohl jeder, der am Toten Meer zu Besuch ist, lässt ein Foto von sich machen, wie er auf dem Wasser liegt und dabei Zeitung liest. Wer im Toten Meer baden möchte, sollte eine Nacht in einem der großen Resorts im Norden schlafen. Jedes Resort hat einen eigenen Strand. Es gibt auch öffentliche Strände, an denen Frauen jedoch komplett bedeckt ins Wasser gehen sollten.

Unsere Bewertung:

Der geschichtsträchtige Berg Nebo liegt zwischen dem Toten Meer und Madaba. Von hier blickt man hinab in das Jordantal und die Hügel von Jerusalem. Von hier soll Moses einst das erste Mal das Heilige Land gesehen haben. Legenden zufolge soll er hier auch begraben worden sein. Für den Zugang zur höchsten Stelle des Berges zahlen Besucher 1 JD. Hier findet man das Wahrzeichen des heiligen Berges, ein 10 m hohes Eisenkreuz, um das sich eine Schlange windet. In der dahinter liegenden Basilika gibt es einige besondere Mosaiken. Wer auf der Durchreise ist, kann hier einen kurzen Stop einlegen, für den man nicht mehr als eine ½ Stunde benötigt.

Unsere Bewertung:

Blick in das Südtheater des alten Gerasa in Jerash

von Säulen gesäumter Cardo

Straßenschild in Nordjordanien

Blick in das Nordtheater des alten Gerasa in Jerash

in der Burg Qalaat ar-Rabad in Ajlun

Sonnenuntergang am Toten Meer

Blick auf das Tote Meer mit Israel im Hintergrund

Säulen im alten Gerasa in Jerash

Mosaik in Madaba

Eisenkreuz auf dem Berg Nebo

Säulen im Ovalen Forum im alten Gerasa

Mosaikkarte in der St. Georgskirche in Madaba

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aktualisiert am 28. Februar 2017 von Marcel