Reisebericht: 2 Tage in der Namib Wüste in Namibia – Sossusvlei, Deadvlei, Sesriem

Tag 1 – Sesriem Canyon, Elim Düne, Sossusvlei Desert Camp

Am frühen Nachmittag kommen wir in Sesriem an. Sesriem ist der Ausgangsort für eine der größten Sehenswürdigkeiten in Namibia, der Namib Wüste, Teil des Namib-Naukluft-Nationalparks. Hier in der Namib Wüste liegen zahlreiche rote Sanddünen, das Sossusvlei und das Deadvlei. In Sesriem gibt es 4 Unterkünfte, die bei Reisegruppen beliebte Sossusvlei Lodge, die luxuriöse Sossus Dune Lodge, die Sesriem Campsite und das Sossuvlei Desert Camp, in dem wir übernachten werden. Das Desert Camp liegt 5 km westlich von Sesriem. Wir schlafen in einem fest installierten Zelt, das angrenzende Bad ist teilweise gemauert. Vor unserem Zelt finden wir eine eigene Küchenzeile und einen Grill. An der Rezeption bestellen wir Fleisch und Gemüse für den Abend. Es gibt vorgefertigte Zettel, auf denen wir nur ankreuzen müssen, von welchem Fleisch wir wie viel haben möchte. Auch Holz und Anzünder werden geliefert. In Sesriem gibt es eine Tankstelle mit einem kleinen angrenzenden Shop. Auch an der Campsite gibt es einen Shop, in dem man das Nötigste bekommt. Wir kaufen hier Brot für den nächsten Tag, alles andere haben wir aus Lüderitz mitgebracht. In Sesriem können auch geführte Touren ins Deadvlei und Sossusvlei gebucht werden. Wer etwas tiefer in die Tasche greifen möchte, kann hier auch einen Heißluftballon- oder Helikopterflug über die Dünen der Namib-Wüste buchen.

Am Nachmittag kaufen wir zuerst an der Campsite ein Permit von NRW, um die Straße Richtung Sossusvlei fahren zu dürfen. Dann spazieren wir ca. 2 Stunden durch den Sesriem Canyon, der 5 km südlich von Sesriem liegt. Der Weg ist einfach zu gehen. Am späten Nachmittag fahren wir zur nahe gelegenen Elim Düne. An der Schranke an der Campsite müssen wir unser Permit vorzeigen. Hier geht es in das abgegrenzte Gebiet der roten Sanddünen. Nach 1,7 km biegen wir rechts ab und erreichen nach weiteren 3,3 km eine Parking Area, an der wir unser Auto abstellen. Von hier erklimmen wir die rote Elim Düne. 2 Stunden kraxeln wir immer höher und höher. Der Blick ist einzigartig, die Fotos werden wunderschön. Spaßig ist auch das Herunterlaufen, erinnert ans Ski fahren. Pünktlich, bevor die Schranke um 17.00 Uhr schließt, fahren wir wieder hinaus. An der Tankstelle tanken wir unseren geliebten Nissan auf und fahren dann zu unserem Camp.

Unser bestelltes Fleisch finden wir im Kühlschrank, das Holz und die Anzünder liegen auf dem Tisch vor unserem Zelt. Jetzt machen wir uns das beste Abendessen auf der ganzen Reise (und es gab echt viele Gute). Marcel bereitet den Grill vor, ich decke den Tisch. Eine Kiste mit Besteck, Tellern und Töpfen haben wir gegen 50 NAD Pfand an der Rezeption geliehen. Grillen wird in Namibia Braai genannt und ist sehr beliebt. Wir sitzen im Dunkeln vor unserem Zelt, schauen in den klaren Sternenhimmel, der Grill glüht vor sich hin. In der Nacht wird es ziemlich kalt und einigen Tiere scheint der Geruch unserer Fleischreste im Mülleimer vor unserem Zelt keine Ruhe zu lassen. Mit aller Mühe versuchen sie den Mülleimer zu öffnen, was ihnen nicht gelingt und uns des Öfteren aufwachen lässt.

Sossusvlei Desert Camp in Sesriem

Sossusvlei Desert Camp in Sesriem

Küchenzeile im Sossusvlei Desert Camp in Sesriem

Elim Duene

Elim Duene

Sesriem Canyon

unser Auto auf dem Parkplatz der Elim Duene

unser Braai im Soussvlei Desert Camp in Sesriem

Tag 2 – Deadvlei, Sossusvlei, Hidden Vlei, Düne 45

Um 4.45 Uhr klingelt unser Wecker, schnell geht es unter die Dusche, draußen ist es noch mega kalt. Wir frühstücken vor unserem Zelt, es gibt Nutella-Toast, frisches Obst und Rührei. Um 6.00 Uhr fahren wir durch die Schranke, die auch erst jetzt öffnet. Wer in der Sossus Dune Lodge oder auf der Campsite übernachtet, hat den Vorteil, schon eine Stunde früher Richtung Sossusvlei fahren zu dürfen. Die Straße zum Sossusvlei ist 65 km lang und geteert. Nach einer Stunde kommen wir am Parkplatz an. Hier muss man sich entscheiden, ob man die letzten 5 km selbst fahren oder lieber einen Shuttle von NWR nutzen möchte. Die letzten Kilometer sind tief sandig und nur mit einem 4×4 Geländewagen (und ein bisschen Mut, für diejenigen, die zum ersten Mal richtig Offroad fahren) zu meistern. Wir sind zwar schon viele ungeteerte Straßen gefahren, allerdings noch nie durch so tiefen Sand. Trotzdem entscheiden wir uns, es mal auszuprobieren. Wir lassen Luft aus den Reifen, sodass diese noch 1,2 Bar haben – und dann geht es los. Mit 30 bis 40 km/h fährt Marcel hinein in den tiefen Sand, bloß nicht stehen bleiben. Es gibt keine wirkliche Straße, sondern viele Möglichkeiten zu fahren. Wir versuchen immer in Fahrspuren zu bleiben. Wir kommen an 3 Autos vorbei, die sich fest gefahren haben. Auch nicht so schlimm, fast alle haben Schaufeln in ihren Autos, um sich wieder frei buddeln zu können. Ansonsten kommt auch Hilfe vom NWR, die die Strecke ja regelmäßig mit Shuttles fahren. Wir kommen durch, ohne uns fest zu fahren und halten als erstes am Deadvlei Parking.

Von hier gehen wir ins Deadvlei, noch ist es kühl, die Sonne steht aber schon ziemlich hoch. Das Deadvlei ist eine von Dünen umschlossene Pfanne, in der zahlreiche abgestorbene Akazienbäume stehen. Die Pfanne entstand, als der Fluss Tsauchab seinen Lauf änderte. Wir machen zig Fotos und klettern auf die Düne Big Daddy, eine mit 350 m Höhe der höchsten Dünen der Welt.

Gegen Mittag geht es vom Deadvlei Parking noch 1 km weiter zur Shaded Tree Picnic Area, dem Startpunkt für einen Hike ins Sossusvlei. Auch das Sossusvlei ist eine ausgetrocknete Pfanne des Flusses Tsauchab. Am Rande der Pfanne liegt die Düne Big Mamma, die es sich ebenfalls lohnt, zu erklimmen. Am frühen Nachmittag fahren wir zurück, wieder geht es über die Sandpiste und wieder treffen wir 2 fest gefahrene Autos. Wir haben Glück und kommen so durch. Am Parking Lot schließen wir unseren Kompressor, der bei Anmietung des Autos dabei war, an die Batterie und pumpen die Reifen wieder auf. Von der Parking Lot gehen wir zu Fuß zum Hidden Vlei, das nur mit einem Schild ausgewiesen wird. Für eine Strecke brauchen wir ca. 45 Minuten. Nach einem kurzen Snack fahren wir weiter und halten an der Düne 45 an, die wir in der Nachmittagssonne hinaufklettern. Am Abend machen wir es uns wieder bei leckerem Braai gemütlich vor unserem Zelt.

Wibke beim Frühstück machen im Sossusvlei Desert Camp in Sesriem

Marcel beim Druck rauslassen am Parkplatz kurz vor Sossusvlei und Deadvlei

Offroad Richtung Sossusvlei und Deadvlei

Deadvlei

Deadvlei

Deadvlei

Wibke und Marcel im Deadvlei

Schild Richtung Hidden Vlei am Parkplatz

Hidden Vlei

Offroad Richtung Sossusvlei und Deadvlei

Marcel beim Aufpumpen der Reifen am Parkplatz nach dem Offroad Erlebnis

Düne 45

Marcel auf der Düne 45

Düne 45

Düne 45

unser Frühstück am letzten Morgen im Sossusvlei Desert Camp in Sesriem

Fazit

Die Namib Wüste ist auf jeden Fall eines der Highlights und schönsten Sehenswürdigkeiten in Namibia. Der Besuch des Deadvlei und des Sossusvlei ist Pflicht bei einer Rundreise. Wir haben die beiden Tage hier auf jeden Fall genossen und sind froh, das letzte Stück der Straße selbst Offroad durch den tiefen Sand gefahren zu sein. Das Sossusvlei Desert Camp war eine super Unterkunft, in der vor allem das Grillen toll war.

Karte & Links

Sesriem

Sossusvlei

Deadvlei

Hidden Vlei

Düne 45

Sossusvlei Desert Camp

Sesriem Canyon

Elim Düne

Noch mehr Bilder und Informationen zum Sossusvlei und Namibia findest du in unserem Namibia Reiseführer

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aktualisiert am 15. Februar 2017 von Wibke Melanie