Kashan Reiseführer: Sehenswürdigkeiten & Highlights

Kashan Sehenswürdigkeiten

Die Aqa Bozorg Madrese liegt westlich des zentralen Platzes Kamal ol-Molk und ist die schönste Sehenswürdigkeit in Kashan. Der beeindruckende Komplex wurde um 1840 errichtet und dient heute nicht mehr als Madrese (Koranschule), sondern als Sehenswürdigkeit. Die Madrese kann tagsüber besichtigt werden, der Eintritt ist kostenfrei. Der Kuppelbau wird von einem Iwan mit 2 Minaretten flankiert, der Innenhof liegt versenkt. Das beste Fotolicht hat man am späten Nachmittag und zur blauen Stunde, wenn der Komplex erleuchtet wird. 50 m von der Aqa Bozorg Madrese entfernt liegt die 700 Jahre alte Grabanlage Boghe-ye Kwaje Taj od-Din, die ebenfalls besichtigt werden kann.

Unsere Bewertung:

Die Stadt Kashan ist für seine traditionellen Bürgerhäuser bekannt: Borujerdi Haus, Tabatabai Haus, Ameriha Haus und Abbasian Haus. Diese Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Bürgerhäuser reicher Kaufleute können heutzutage besichtigt werden. Typisch für die traditionellen Bürgerhäuser sind die großen Wasserbasins in den Innenhöfen und die Aufteilung der Winter- und Sommerräume um den Innenhof herum. Alle Häuser liegen in Laufweite zueinander. Das Borujerdi Haus ist das bekannteste von allen. Zur Straße hin lässt die einfache Hausfassade nicht das prunkvolle Innere vermuten. Glasfenster und Stuckarbeiten verzieren den Innenbereich. Auf dem Dach befindet sich eine untypische Kuppel mit Windfängern, die für die Kühlung des Hauses sorgte. Für die Besichtigung des Borujerdi Hauses zahlt man 150.000 Rial. Für die Besichtigung des Tabatabai und des Abbasian Hauses (und des Badehauses Hamam Sultan Mir Ahmad) gibt es ein Kombiticket für 350.000 Rial. Das Tabatabai Haus liegt 100 m westlich des Borujerdi Hauses und ist deutlich größer. Auch hier liegt im Inneren ein großer Hof mit Wasserbasin. Das Haus hat 2 Etagen mit teilweise reich verzierten Räumen wie dem sogenannten 7 Door Room. Das Abbasian Haus hat die größte Wohnfläche aller traditionellen Häuser. Im Gegenteil zu den anderen ist es in die Höhe gebaut worden. Zu diesem Bürgerhaus gehört ein gutes Restaurant, in dem leckere einheimische Speisen angeboten werden. Im Ameriha Haus ist heutzutage ein Luxushotel untergebracht. Trotzdem kann der Innenhof für 50.000 Rial besichtigt werden. Der Besuch der traditionellen Bürgerhäuser in Kashan ist unbedingt zu empfehlen. Hierfür sollte man mindestens einen ½ Tag einplanen.

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Das Badehaus Hamam Sultan Mir Ahmad liegt in unmittelbarer Nähe zu den traditionellen Bürgerhäusern und ist ebenfalls eine interessante Sehenswürdigkeit. Der Eintrittspreis ist im Kombiticket mit dem Tabatabai und Abbasian Haus enthalten. Einzeln kostet der Eintritt 150.000 Rial. Das Badehaus wurde vor über 400 Jahren erbaut und zählt zu den schönsten im ganzen Iran. Der innere Wandschmuck und die Ausstattung sind gut erhalten. Man darf sogar auf dem Dach des Hamams herumlaufen. Hier sieht man die mit Glas verzierten Kuppeln der Baderäume und hat einen guten Blick auf die Kuppel mit den Windfängern des Borujerdi Hauses.

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weitere Kashan Sehenswürdigkeiten

Fin Garden

Der Fin Garten liegt 7½ km vom Zentrum entfernt und ist einer von 9 persischen Gärten im Iran, die als UNESCO Weltkulturerbe eingetragen sind. Bereits seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. soll hier eine Gartenanlage liegen. Die Machthabenden gaben hier Empfänge und erweiterten die Anlage immer wieder. Im Zentrum des Gartens steht ein Pavillon, der durch Wasserkanäle gespeist wird. Außerdem gibt es Arkadengänge und Blumenbeete. Der Eintritt kostet 200.000 Rial. Am besten erreicht man den Fin Garten mit dem Taxi. Eine einfache Taxifahrt aus dem Zentrum sollte nicht mehr als 60.000 Rial kosten. Auf dem Weg vom Zentrum Kashans zum Garten kann man am Tepe Sialk und am Imamzadeh Shahzadeh Ebrahim anhalten. Der Tepe Sialk ist ein Siedlungshügel, von dem erste Spuren auf das 7. Jahrtausend v. Chr. zurückgehen. Das naheliegende Imamzadeh wurde Anfang des 20. Jahrhunderts zu Ehren eines Sohnes des 7. Imams erbaut.

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Jalali Festung

Die Mauer der ehemaligen Jalali Festung aus dem 11. Jahrhundert liegt südlich der traditionellen Bürgerhäuser. Die Mauer ist keine ausgeschilderte Touristen-Sehenswürdigkeit, trotzdem kann man auf sie hinaufklettern. Hierfür muss man in das Innere der ehemaligen Festung gehen, das heutzutage als Anbaugebiet für Gemüse und Getreide dient. An der westlichen Seite kann man am einfachsten hinaufklettern. Von der Mauer hat man einen schönen Blick auf Kashan. Vor allem das Borujerdi Haus mit seinem Windturm ist gut zu sehen.

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Underground City

Die Noosh Abad Ancient Underground City in der Nähe von Kashan wird meistens im Rahmen eines Halbtagesausflugs (Underground City, Aran, Sanddünen, Salzsee) von Kashan besichtigt. Die Underground City wurde vor über 1.500 Jahren als ein Zufluchtsort während kämpferischen Auseinandersetzungen errichtet und kann heute besichtigt werden. Viele Meter unter der Erde liegen 3 Etagen mit kleinen Räumen und Gängen, für mehrere 1.000 Menschen. Zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert wurde ein Wasserreservoir hinzugefügt, das ebenfalls besichtigt werden kann. Der Eintritt kostet 200.000 Rial. In der Nähe liegt eine noch teilweise erhaltene Festung, die aus der abgetragenen Erde der Underground City errichtet wurde. In der Regel hält man hier während einer Tour kurz an.

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Imamzadeh Helal Ali (Aran)

Das Imamzadeh Helal Ali in Aran kann ebenfalls innerhalb einer Tour von Kashan aus oder mit einem Taxi besichtigt werden. Das Imamzadeh wurde zu Ehren eines Sohnes des Imams Ali errichtet. Touristen dürfen das Imamzadeh besichtigen, der Eintritt ist kostenfrei. Frauen müssen einen Tschador umlegen, den man sich am Eingang nehmen kann. Das beste Fotolicht hat man am Nachmittag, wenn der gesamte Kuppelbau von der Sonne erleuchtet wird.

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Salzwüste

Nordöstlich von Kashan liegt der Große Salzsee, der im Rahmen einer Halbtagestour angeschaut werden kann. Die Touren starten in Kashan und halten an der Underground City, dem Imamzadeh in Aran und fahren am Ende in die Wüste. Erster Stop sind große Sanddünen, die man hinaufklettern kann. Von Aran hierhin fährt man ca. 45 Minuten. Es lohnt auf jeden Fall die Dünen hinaufzulaufen, der Blick ist ziemlich schön. Nach weiteren 15 Minuten Fahrzeit erreicht man den Großen Salzsee, an dem man den Sonnenuntergang bewundern kann. Im Dunkeln geht es zurück nach Kashan. Es gibt auch Touren, bei denen man in der Wüste in einer ehemaligen Karawanserei schläft. Die Halbtagesausflüge starten gegen 14.00 Uhr und kosten ca. 40€ pro Taxi.

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Ausflug nach Abyaneh

Abyaneh

Der kleine Bergort Abyaneh liegt 85 km südlich von Kashan und wird in der Regel mit einem Fahrer auf dem Weg zwischen Kashan und Isfahan besichtigt. Abyaneh liegt an den Hängen des Karkas Gebirges und gehört zu den ältesten Dörfern Irans. Die Gebäude sind aus rotem Lehm gebaut, woher auch der Name rotes Dorf stammt. Der Bergort ist durch schmale Gassen gesäumt und zählt heutzutage ca. 300 Einwohner, hauptsächlich Ältere. Die Frauen tragen hier spezielle Kopftücher mit Rosenmuster. Für den Eintritt in das Bergdorf zahlt man 50.000 Rial. Man sollte in Ruhe durch den historischen Ortskern schlendern, in dem man einen zarathustrischen Feuertempel und eine Moschee aus dem 11. Jahrhundert findet. Vom Hügel an der Südseite des Dorfes hat man einen wunderschönen Blick auf den gesamten Bergort mit seinen zahlreichen roten Lehmziegelbauten. Für den Besuch von Abyaneh kann man ca. 2 bis 2½ Stunden einplanen. 18 km östlich von Abyaneh liegt das Hanjan Castle, das man ohne Ticket besuchen kann. Einige Korridore der Ruine sind noch ziemlich gut erhalten.

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Natanz

Natanz liegt auf halbem Weg zwischen Abyaneh und Isfahan und ist am einfachsten mit einem Fahrer zu erreichen. Im Zentrum liegt die historische Jame Moschee, die vor allem von außen schön anzusehen ist. Für den Eintritt ins Innere zahlt man 150.000 Rial, was nicht unbedingt gerechtfertigt ist.

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Hier geht es zu unserem Reisebericht unsere Top 5 Sehenswürdigkeiten in Kashan im Iran

Kashan

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aktualisiert am 21. Januar 2017 von Wibke Melanie