Felsenstadt Petra

Vorbereitung

Marcel und ich wollen nach Jordanien reisen. Fest steht, dass wir uns auf jeden Fall die meist besuchte Sehenswürdigkeit des Landes anschauen – Petra, die antike Felsenstadt der Nabatäer. Sie zählt zu den 7 neuen Weltwunder der UNESCO. Verpassen dürfen wir sie auf keinen Fall. Wir schlafen 3 Nächte im Petra Moon Hotel im kleinen Ort Wadi Musa. Das Hotel liegt 200 m vom Eingang zur Felsenstadt entfernt. Wir planen 2 komplette Tage ein, um das gesamte Gebiet zu erkunden. Wir kaufen uns ein 2 Tages Ticket für 55 JD. Wahnsinn, umgerechnet 55€ Eintritt. Wir sind gespannt, was uns erwartet. Am ersten Morgen stehen wir um 4.45 Uhr auf, Frühstück gibt es ab 5.30 Uhr. Um 6.10 Uhr stehen wir am Eingang und gehen als einer der ersten hinein. Marcel hofft, am frühen Morgen schöne Fotos ohne viele Menschen machen zu können. Außerdem sind es im Moment nur 20°C. Im Laufe des Tages steigen die Temperaturen auf fast 35°C – und Schatten gibt es fast gar nicht.

Petra Moon Hotel

Tickets für Petra

Eintrittspreise für Petra

Der Weg zum Schatzhaus

Nun sind es 1 km auf einem breiten Schotterweg bis wir den sogenannten Siq erreichen. Wir sind froh, dass wir Wanderschuhe haben, da der Boden zum Teil sehr uneben ist. Gelegentlich werden wir von Touristen überholt, die in einer Pferdekutsche das erste Stück zurücklegen. Nach 1 km erreichen wir den Siq, eine 1,2 km lange Felsschlucht, die den Hauptzugangsweg zur Nabatäerstadt bildet. Jetzt am frühen Morgen liegt der Siq noch im Schatten. Am Ende des Siqs stehen wir vor dem bekannten Schatzhaus Khazne al-Firaun, Symbol von Petra, Sinnbild eines der 7 Weltwunder. Der Anblick ist atemberaubend, wunderschön, die Kamera steht nicht still. Check, ein weiteres Weltwunder abgehakt. Der Platz vor dem Schatzhaus bildet den zentralen Startpunkt. Hier gibt es noch Trinken zu kaufen, einheimische Beduinen warten mit ihren Kamelen und Mules auf fußlahme Touristen. Mit den Kamelen kann man sich nur auf der zentralen Achse, dem Cardo Maximus, fortbewegen. Die Mules bringen die Touristen sogar die Felsen hinauf.

Schotterweg zum Siq

Siq

Eingang zum Siq

Schatzhaus von Petra

Über den Opferplatz zum Lunch

Wir machen uns weiter zu Fuß auf den Weg. Erstes Ziel ist der High Palace, der Opferplatz. Es geht über zahlreiche Stufen bergauf. Marcel, der immer noch mit seiner Fußverletzung zu kämpfen hat, schlägt sich tapfer. Vom Opferplatz haben wir einen schönen Blick auf das doch sehr weitläufige Gebiet von Petra. Über eine Steintreppe steigen wir hinunter in die Farasa-Schlucht. Tatsächlich treffen wir hier eine Dame, die sich in hochhackigen Sandalen auf den Weg gemacht hat. Ich staune nicht schlecht, als wir sie am Nachmittag auf dem Weg zum Kloster Ad Deir wiedertreffen. Immer noch in ihren hohen Sandalen steigt sie die Treppen hinauf. Mittlerweile sind die Temperaturen deutlich gestiegen und es gibt kaum Schatten. Wir kommen am westlichen Ende des Cardo Maximus an und sind jetzt 5 Stunden unterwegs. Marcel und ich brauchen meistens ein wenig länger, da wir viel Zeit für Fotografieren investieren. Auf dem Weg hinunter in die Farasa-Schlucht treffen wir auf einen blauen Gecko, den Marcel natürlich mehrfach ablichtet. Auch die in die Felsen gehauenen Bauwerke bekommen von unserer Kamera vollste Aufmerksamkeit. Wir bekommen Hunger und wollen von einem der beiden Buffets essen. Das große Buffet ist uns leider zu teuer, sodass wir die günstigere Variante wählen. Zum Glück gibt es in der Hütte Ventilatoren und den leckeren Nachtisch, den ich schon vor 1 Woche in Amman probiert hatte. Er wird Hauptbestandteil meines Mittagessens. Der Rest ist eher mäßig.

Blick vom Opferplatz in die Farasa-Schlucht

Blick während des Aufstiegs zum Opferplatz

Wibke beim Abstieg in die Farasa-Schlucht

Gecko beim Abstieg in die Farasa-Schlucht

Mittagessen in Petra

Das Kloster Ad Deir

Nach 1 Stunde Pause machen wir uns auf den Weg zum hochgelegenen Kloster Ad Deir, dem zweitbekanntesten Bauwerk in Petra. Für den Weg hinauf benötigen Marcel und ich 1½ Stunden. An den Stufen hinauf verkaufen mehrere Beduinen Getränke und Souvenirartikel. Vor allem am Nachmittag wird das Kloster wunderschön von der Sonne angestrahlt. Wir gehen noch ein kleines Stückchen weiter zu einem Aussichtspunkt, von dem man super in die Berg- und Felslandschaft blicken kann. Um 16.00 Uhr gehen wir zurück und schauen uns am Cardo Maximus noch die römischen Bauten an. Die Königswand lassen wir links liegen, da es mittlerweile schon 18.00 Uhr ist und die historische Stätte jetzt eigentlich schließt. Die Königswand und den Al Khubta Trail lassen wir uns für morgen.

Petra Kloster Ad Deir

Aufstieg zum Ad Deir

römische Bauten am Cardo Maximus

Petra Kloster Ad Deir

Kamele am Cardo Maximus

Blick auf die Königswand vom Cardo Maximus

Kamele am Cardo Maximus

Der zweite Tag

Am zweiten Morgen stehen wir etwas später auf und sind um 7.00 Uhr am Eingang zur historischen Stätte von Petra. Als erstes schauen wir uns die Königswand mit ihren zahlreichen in den Felsen gehauenen Bauten an. Anschließend gehen wir den Al Kubhta Trail, um von oben auf das Schatzhaus blicken zu können. Der Hinweg geht ausschließlich hinauf, wir brauchen 1½ Stunden. Der Blick ist wirklich wunderschön. Doch aufgrund der Hitze sind wir ziemlich kaputt und entscheiden uns gegen 13.30 Uhr zurück nach Wadi Musa zu gehen. Mit viel Wasser (im Sommer bei großer Hitze) und gutem Schuhwerk kann man alle Wege super zu Fuß zurücklegen. Petra ist ein wunderschönes Ziel, an dem wir tolle 1½ Tage verbracht haben. Für uns zählt es zu Recht zu den 7 neuen Weltwundern.

Tag 2 in Petra

Blick vom Ende des Al Kubhta Trails auf das Schatzhaus

römisches Theater am Cardo Maximus

römisches Theater am Cardo Maximus

Marcel am Ende des Al Kubhta Trails

Karte & Links

Petra

Petra Informationen

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aktualisiert am 26. Februar 2016 von Wibke Melanie