Etohsa National Park Reiseführer

Etosha National Park

Der Besuch des Etosha National Parks zählt bei jeder Namibia Rundreise zum Pflichtprogramm. Neben dem Sossusvlei ist es die meist besuchte Sehenswürdigkeit des Landes. Der National Park ist über 22.000 km² groß und das bedeutendste Schutzgebiet in Namibia. Im Park leben zahlreiche Tiere, unter anderem Elefanten, Löwen, Nashörner und Geparden. Der Park liegt im Norden des Landes und zählt zu den größten National Parks der Welt. Im Park liegt die 120 km x 55 km große Etosha Pfanne, die die meiste Zeit des Jahres ausgetrocknet ist. Von der Etosha Pfanne stammt der Name des weltbekannten National Parks. Etosha bedeutet soviel wie großer weißer Platz. Bereits im Jahr 1907 wurde das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt, 1964 zum National Park. Im Laufe der Jahre wurde das Gebiet immer mehr verkleinert. Waren es 1907 noch 99.526 km², sind es seit Anfang der 70er nur noch 22.275 km². Der Plan ist aber, das Gebiet wieder Richtung Westen über das Kaokoveld bis zur Skelettküste zu erweitern. Der Park kann alleine mit dem eigenen Mietwagen erkundet werden. Es gibt 4 Zugänge. Im Osten liegt das Lindequist Gate, im Norden das Nehale lyaMpingana und im Westen das Galton Gate. Der am stärksten frequentierte Eingang ist das am südlichen Ende gelegene Andersson’s Gate. An den Eingangstoren erhält man ein Permit, das für die gewünschte Anzahl an Tagen ausgestellt wird (pro 24 Stunden). Bezahlen muss man das Permit im nächstgelegenen Camp. Im Etosha National Park gibt es 5 staatliche Camps, in denen man übernachten, essen und tanken kann. Auch außerhalb des Parks gibt es zahlreiche Unterkünfte. Die meisten sind luxuriöser, jedoch immer mit einer längeren Anfahrt verbunden. Für den Besuch des Parks sollte man mindestens 3 volle Tage einplanen. Im Park darf man keinesfalls aus dem Auto aussteigen. An einigen Stellen gibt es Toiletten, die jedoch nicht immer eingezäunt sind.

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Etosha National Park

Im Park kann man zahlreiche Tiere beobachten. Zu den beeindruckendsten gehören Löwen, Geparden, Elefanten, Nashörner und Giraffen. Alle Tiere leben hier in freier Wildbahn, werden weder gefüttert, noch medizinisch versorgt. In den Shops der staatlichen Camps erhält man eine Broschüre über den Etosha National Park, in dem alle dort lebenden Tiere abgebildet sind. So macht es am meisten Spaß auf Tiersuche zu gehen. Am häufigsten begegnet man diversen Antilopen wie Springboks und Impalas. Aber auch Zebras, Giraffen, Schakale und Elefanten sollte jeder antreffen, der sich mindestens 2 Tage im Park aufhält. Auch die beliebten Nashörner sollte man mindestens 1 Mal antreffen. Löwen, Hyänen und vor allem Geparden bekommt man nicht ganz so häufig zu Gesicht. Die Sichtung eines Leoparden ist sehr unwahrscheinlich. Natürlich gibt es nie eine Garantie. Man kann auch nicht verallgemeinern, in welchem Gebiet des Parks bestimmte Tiere häufiger zu sehen sind. Und auch welche Methode besser ist, ob stundenlang am Wasserloch zu stehen oder im Park herumzufahren, kann man nicht sagen. Es gilt auf jeden Fall: Stehen irgendwo viele Autos an einer Stelle, sollte man unmittelbar dorthin fahren. Dann gibt es immer was Tolles zu sehen.

Im Etosha National Park gibt es zahlreiche Wasserlöcher, an denen die Tiere vor allem in der Trockenzeit zu sehen sind. Einige Wasserlöcher sind natürlich, einige wurden künstlich angelegt. Aber auch die künstlich angelegten Wasserlöcher sehen natürlich aus und lassen auf Fotos keinen Zoo-Charakter entstehen. In der Broschüre über den National Park sind alle Wasserlöcher verzeichnet. Bevor man die Wasserlöcher anfährt, sollte man beachten, wie die Sonne steht, um auf den Fotos kein Gegenlicht zu haben. Besonders schöne Wasserlöcher sind Nebrowni, Aus, Rietfontein, Kalkheuwel und Chudop. In allen 4 Camps gibt es ebenfalls je 1 Wasserloch. Hier hat man den Vorteil, nicht im Auto sitzen zu müssen. An diesen Wasserlöchern wurden Sitzgelegenheiten errichtet. Außerdem sind die 4 Wasserlöcher im Dunkeln beleuchtet, sodass man hier auch nach Sonnenuntergang und Schließung des Gates Tiere beobachten kann.

Weitere Informationen zum Etosha National Park

Unterkünfte

Im Etosha National Park gibt es 5 staatliche Camps. Die Camps sollte man im Voraus buchen, da sie vor allem in der Hauptsaison sehr schnell ausgebucht sind. Größtes und empfehlenswertestes Camp ist Okaukuejo. Okaukuejo liegt 11 km nördlich vom Anderssons Gate. Hier gibt es Hütten unterschiedlicher Preisklassen und einen Campingplatz. Im Restaurant kann man morgens frühstücken, abends gibt es ein Buffet. In der Mitte vom Etosha liegt das Halali Camp, das schon deutlich in die Jahre gekommen ist. Da es aber sehr zentral liegt und von vielen Wasserlöchern umgeben ist, lohnt es sich, hier zu übernachten. Am östlichen Ende, ca. 75 km von Halali entfernt, liegt das Camp Namutoni. Von hier sind es lediglich 10 km zum östlichen Eingangstor Lindequest Gate. Nordwestlich von Namutoni liegt das Onkoshi Camp, fernab der Selbstfahrerrouten. Gäste werden in der Regel in Namutoni abgeholt. Ganz im Westen des Etosha National Parks liegt das Dolomite Camp, 58 km nördlich des Galton Gates. Der westliche Teil des Parks wird allerdings am wenigsten besucht. Bei einem mehrtägigem Aufenthalt im Etosha lohnt es sich, in 2 verschiedenen Camps zu schlafen. So hat man die Möglichkeit, trotz der großen Entfernungen, unterschiedliche Gebiete des Parks zu erkunden. Beachten muss man die Öffnungs- und Schließungszeiten der Gates. Diese sind an Sonnenaufgang und Sonnenuntergang gekoppelt.

Beste Reisezeit

Beste Reisezeit für den Etosha National Park ist die Trockenzeit im Winter zwischen Mai und Oktober. Zu dieser Zeit ist der Park malariafrei, man muss keine Malaria Prophylaxe einnehmen. In der Trockenzeit kommen die Tiere vermehrt zu den Wasserlöchern, um zu trinken. So ist die Chance höher, die Tiere zu Gesicht zu bekommen. Allerdings wird der Park ab Ende Juni, zu der Zeit, wenn in Mitteleuropa Sommerferien beginnen, von deutlich mehr Touristen besucht. Dann sollte man die Unterkünfte im Park auf jeden Fall im Voraus buchen.

Straßenzustand

Die Straßenzustände im Etosha National Park sind im Allgemeinen ziemlich gut. Die Straßen sind bis auf die zwischen dem Anderssons Gate und Okaukuejo und zwischen dem Lindequist Gate und Namutoni ungeteert. Trotzdem sind die meisten Straßen auch mit einem normalen PKW befahrbar. Vor allem die Verbindungsstraße zwischen den Camps Okaukuejo, Halali und Namutoni ist in einem sehr guten Zustand. Lediglich ein paar kleinere Straßen wie der Rhino und der Eland Drive sind sehr holprig und steinig. Die Straße zwischen den Wasserlöchern Olifantsbad, Aus und Ondongab hat sehr viele Schlaglöcher. Limit auf den meisten Straßen ist 60 km/h, auf manchen kleinen 20 km/h. Man sollte mit großer Vorsicht fahren, da immer mal ein Tier aus dem Gebüsch springen kann.

Hier geht es zu unserem Reisebericht Auf Tiersuche im Etosha National Park

Zebras im Etosha National Park

Gepard in der Nähe von Namutoni

Elefanten am Wasserloch

Impala Antilope im Etosha National Park

Giraffe im Etosha National Park

Springbok im Etosha National Park

Springbok im Etosha National Park

Springbok im Etosha National Park

Oryx National- und Wappentier von Namibia

Elefant in der Nähe des Wasserlochs Goa zwischen Namutoni und Halali

junger Gepard auf Beutesuche in der Nähe von Namutoni

Zebras und Oryx am Wasserloch Okaukuejo

Impala Antilopen am Wasserloch

Zebras im Etosha National Park

Zebras im Etosha National Park in der Nähe von Halali

Trappe im Etosha National Park

Kudu im Etosha National Park

Elefant zwischen Namutoni und Halali

bunter Vogel im Etosha National Park

Red Hartebeest im Etosha National Park

Nashorn vor der Etosha Pfanne

Schakal im Etosha National Park

Löwen am Wasserloch Nebrowni

Löwen am Wasserloch Nebrowni

Springböcke am Wasserloch Nebrowni

Zebras im Etosha National Park

Nashorn am Wasserloch Rietfontein

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aktualisiert am 15. Februar 2017 von Marcel