Arizona Reiseführer

Canyons

Der Grand Canyon ist zweifelsohne die Hauptsehenswürdigkeit von Arizona. Mit über 4 Millionen Besuchern jährlich gehört er zu einem der am meist besuchten Naturwunder weltweit. Man sollte für den Besuch des South Rims mindestens 2 Tage einplanen. Aufgrund des hohen Besucherandrangs ist ein Großteil des Parks nicht mit dem Mietwagen, sondern nur mit den kostenlosen Bussen des National Park Service zu erreichen. Da man an vielen Stellen ein- und aussteigen kann, empfiehlt es sich einige Teile des manchmal sogar geteerten Rim Trails zu wandern. Besonders empfehlenswert sind die Aussichtspunkte Hermits Rest, Pima Point und Hopi Point der Red Line sowie Yaki Point und Yavapai Point der Yellow Line. Wer ein bisschen mehr Zeit hat und gute Kondition mitbringt, kann den insgesamt 31 km langen Bright Angel Trail wandern. Hierfür muss man 2 Tage einplanen. Der Trail führt hinunter in den Canyon, wo man die Möglichkeit hat in der, meist 1 Jahr vorher ausgebuchten, Phantom Ranch zu übernachten. Verlässt man den Grand Canyon National Park durch den östlichen Ausgang Richtung Page, sollte man sich auch hier noch ein wenig Zeit nehmen und an diversen Aussichtspunkten anhalten. Hat man keine Zeit den South Rim des Grand Canyons zu besichtigen, sondern plant nur einen 1 bis 2 Tage langen Ausflug von Las Vegas, sollte man den North Rim oder den Skywalk am West Rim besichtigen. Der Skywalk wird allerdings von Indianern verwaltet und ist daher extrem teuer.

Unsere Bewertung:

Der Coal Mine Canyon ist ein wahrer Geheimtip und daher kaum besucht. Der bei Touristen noch unbekannte Canyon liegt in Arizona, 26 km südöstlich von Tuba City. Man fährt von Tuba City ca. 25 km auf der State Route 264 und biegt kurz vor Mile Marker 337 links auf eine Dirt Road ab. Auf dieser, auch mit einem normalen PKW zu befahrenen, Dirt Road fährt man 700 m Richtung Windrad, das man bereits von Weitem gut erkennen kann. Von dem Windrad sind es dann nur noch einige Meter zum Canyon. Man kann am Canyonrand entlang wandern und die spektakulären Ausblicke genießen. In den Canyon absteigen sollte man allerdings nicht, da es keine ausgewiesenen Wege gibt und der Aufstieg an fast allen Stellen unmöglich ist. Beste Fotozeit ist der späte Nachmittag.

Unsere Bewertung:

Das Canyon de Chelly National Monument liegt ebenfalls etwas abseits der Touristengebiete, sodass auch hier nur einige Individualtouristen zu Besuch sind. Das National Monument wird zwar vom National Park Service verwaltet, das Land gehört aber den Navajo-Indianern, die sich hier Ende des 16. Jahrhunderts ansiedelten. Der Canyon eignet sich kaum zum Wandern, sondern nur um mehrere Ausblicke in das Tal zu bewundern. Entlang des Canyon Randes führen zwei Straßen durch das National Monument, der South Rim Drive und der North Rim Drive. Das Wahrzeichen des Parks, der Spider Rock, zwei 240 m hohe Felsnadeln, liegen am Ende des South Rim Drives. Vom Spider Rock Overlook hat man einen wunderbaren Blick auf den heiligen Fels der Navajo-Indianer. Der einzige Wanderweg im Canyon de Chelly führt vom White House Ruins Overlook hinab ins Tal zu den gleichnamigen Ruinen. Diese Ruinen liegen in einer Felsspalte und stammen aus der früheren Pueblo-Kultur. Die 4 km lange Wanderung macht viel Spaß, da man über den geschliffenen Felsstein in das Tal hinabsteigt. Der Rückweg, wieder hinauf auf das Plateau, ist deutlich anstrengender, da man erneut 200 Höhenmeter überwinden muss. Der North Rim Drive ist nicht so interessant, die Overlooks lohnen sich kaum.

Unsere Bewertung:

Grand Canyon South Rim

Sonnenuntergang am Coal Mine Canyon

Canyon de Chelly Spider Rock vom Overlook

Canyon de Chelly vom White House Ruins Overlook

Blick auf den Colorado River im Grand Canyon vom South Rim

Grand Canyon vom South Rim

Hotelempfehlung Grand Canyon: Holiday Inn

Hotelempfehlung Canyon de Celly: Holiday Inn

Page Sehenswürdigkeiten

Der Antelope Canyon liegt nahe der Stadt Page. Er ist der bekannteste und meist besuchte Slot Canyon der USA. Jeder, der die Region um Page bereist, sollte den Canyon besuchen. Er besteht aus dem Lower und dem Upper Antelope Canyon. Leider kann man beide Canyons nur im Rahmen einer geführten Tour besichtigen. Da diese im Navajo-Indianerreservat liegen, zahlt man zusätzlich zur kostenpflichtigen Tour eine Eintrittsgebühr für das Reservat. Wenn Regen angekündigt ist, werden die Touren aufgrund von möglichen Sturzfluten nicht angeboten. In den Slot Canyons kann man bei guten Lichtbedingungen wunderschöne Fotos vom roten Gestein machen. Das beste Fotolicht für den Lower Antelope Canyon hat man am späten Vormittag oder am frühen Nachmittag. Im Upper Antelope Canyon hat man am Mittag die besten Lichtbedingungen. Für den Besuch des Lower Antelope Canyon sollte man beachten, dass man über eine Leiter in den Slot Canyon hinabsteigen muss. Der Antelope Canyon ist zwar wunderschön und man kann tolle Fotos machen, die Tour in Gruppen allerdings macht nicht so viel Spaß. Wer alleine einen Slot Canyon besuchen möchte, sollte die Canyons an der Hole in the Rock Road in Utah anfahren. Hier muss man zwar etwas erfahrener und fitter sein, kann dafür ungestört in den Canyons klettern.

Unsere Bewertung:

Die Horseshoe Bend ist ein hufeisenförmiger Mäander des Colorado River. Dieser liegt 7 km südlich der Stadt Page. Von einem kleinen sandigen, aber ausgeschilderten Parkplatz läuft man ca. 900 m. An der Schleife angekommen, kann man nach Belieben von Stein zu Stein klettern, um den besten Fotopunkt zu finden. Da der Rim der Horeshoe Bend nicht abgesichert ist, sollte man jederzeit aufpassen, wo man hintritt. Bester Zeitpunkt für ein schönes Foto ist der späte Vormittag, da zu dieser Zeit die Sonne die ganze Schleife ausleuchtet und noch kein Gegenlicht herrscht. Die Horseshoe Bend wird nicht vom National Park Service verwaltet und ist daher kostenfrei.

Unsere Bewertung:

Bei den Toadstool Hoodoos handelt es sich um ein kleines, bislang noch recht unbekanntes Gebiet, welches genau genommen bereits in Utah liegt. Aufgrund der Nähe zu Page wird es hier aufgeführt. Von Page fährt man knapp 50 km nordöstlich Richtung Kanab. Bei Mile Maker 19, kurz vor der Paria Contact Station, liegt auf der rechten Seite ein kleiner Parkplatz. Hier parkt man sein Auto und trägt sich in das Trailregister ein. Der Weg ist ein kleiner Trampelpfad, der hin und wieder direkt im ausgetrocknetem Flussbett entlangführt, aber nicht zu verfehlen ist. Nach 20 Minuten erreicht man das Gebiet der Hoodoos. Fotografieren lassen sich die Hoodoos grundsätzlich zu jeder Tageszeit, die schönsten Fotos entstehen aber kurz vor dem Sonnenuntergang.

Unsere Bewertung:

Weitere Sehenswürdigkeiten in Page

Lake Powell

Durch die Aufstauung des Colorado River entstand der Lake Powell, der heute aufgrund vieler Freizeitangebote zu einem beliebten Urlaubsziel geworden ist. Man kann an der Wahweap Marina von Jet-Skies über Motorjachten bis zu Kajaks nahezu alle Wassersportgeräte mieten. Des Weiteren werden auch Bootstouren über den Lake Powell bis hin zur Rainbow Bridge angeboten. Außerdem sollte man einen kleinen Abstecher zum Wahweap Overlook machen, da man von dort einen schönen Blick auf den Lake Powell hat.

Unsere Bewertung:

Glen Canyon Damm

Der von 1956 bis 1966 erbaute Glen Canyon Damm liegt in Page und staut das Wasser des Colorado River. Am westlichen Ende der Staumauer befindet sich das Carl T. Hayden Visitor Center, in dem man sich für eine Besichtigung anmelden kann. Die 45 minütige Tour kostet 5$ und ist sehr interessant. Sie wird im Sommer jede halbe Stunde zwischen 8.30 Uhr und 16.00 Uhr angeboten. Die Tour führt über die Staumauer und in die Turbinenräume. Es gibt auch einen Aussichtspunkt, von dem man einen schönen Blick auf den Glen Canyon Damm hat. Vom Walmart kommend biegt man hinter dem Denny’s links auf den Scenic View Drive. Diesen fährt man bis zum Ende und geht dann noch 20 Minuten zu Fuß. Der Ausblick lohnt sich auf jeden Fall. Am Vormittag lassen sich die schönsten Fotos machen.

Unsere Bewertung:

Lees Ferry

Nur wer genug Zeit hat, sollte einen Abstecher zu Lees Ferry machen. Lees Ferry ist eine historische Ansiedlung direkt am Fuße des Colorado River. Bekannt wurde dieser Ort durch eine der ersten Möglichkeiten den gewaltigen Fluss zu überqueren. Lees Ferry liegt am Highway 89A.

Unsere Bewertung:

Lower Antelope Canyon bei Page

Lower Antelope Canyon bei Page

Gewitter bei Page über dem Glen Canyon

Fahrt Richtung Page auf dem Highway 89

Lower Antelope Canyon bei Page

Lower Antelope Canyon bei Page

Horseshoe Bend

Gewitter bei Page über dem Glen Canyon

Toadstool Hoodoos

Lake Powell bei Page

Glen Canyon Damm in Page

Hotelempfehlung Page: Days Inn

Route 66 Sehenswürdigkeiten

Einer der interessantesten Abschnitte der historischen Route 66 ist wohl der 140 km lange Abschnitt durch die Black Mountains von Kingman nach Seligman. Für diesen Teil sollte man ½ Tag einplanen. Die Straße führt durch eine üppige Bergwelt, in der man immer wieder alte Gebäude und Schilder am Straßenrand findet. Die ehemalige Goldgräberstadt Oatman lockt mit seinem historischen Flair die Besucher an. Von 1910 bis 1920 boomte das Goldgräbergeschäft, sodass 8.000 Menschen hier zu Hause waren. Obwohl der kleine Ort heute nur für die Touristen aufrechterhalten wird, lohnt sich ein Besuch trotzdem. Neben den freilaufenden Eseln fühlt man sich hier wie im Wilden Westen.

Unsere Bewertung:

historische Route 66 zwischen Kingman und Seligman

Route 66

historische Route 66 zwischen Kingman und Seligman

aktualisiert am 11. Mai 2015 von Marcel